Ob Krankenkassen, Krankenhäuser, Behörden oder Kunden: der digitale Wandel erfasst nahezu alle Bereiche der Gesundheitsbranche und zwingt die Akteure zum Umdenken. Für Krankenkassen gilt: Wer digitalen strukturellen Wandel nicht selbst aktiv vorantreibt, wird sehr wahrscheinlich seine Wettbewerbsfähigkeit einbüßen. Deutlich wird dies an der eklatanten Marktbereinigung von über 90%, die sich durch die seit 1970 stark dezimierende Anzahl der gesetzlichen Krankenversicherungen abzeichnet. Nach etlichen Fusionen, Übernahmen und Insolvenzen bestehen von einst über 1.800 Krankenkassen heute nur noch 124. Doch wie können Krankenversicherungen dieser Entwicklung pro-aktiv begegnen und welche Rolle nehmen digitale Technologien dabei ein?

Zum Rückgang der Anzahl der Krankenversicherungen führten unter anderem die sich immer wieder verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen und der demographische Wandel, welche den Finanzierungsbedarf und die Finanzierungsmechanismen der Krankenversicherungen stark beeinflussen. Während viele Organisationen diese exogenen Einflussfaktoren eher reaktiv hinnehmen, ist der Faktor „Technologie“ ein für jede Krankenkasse aktiv integrierbarer Erfolgsfaktor, welcher letztendlich die Wettbewerbsfähigkeit maßgeblich beeinflussen kann. Informations- und Kommunikationstechnologien dienen den Krankenversicherungen als „Enabler“, um bspw. Prozesse zu automatisieren oder durch immer bessere Prüfalgorithmen Leistungskosten einzusparen. Informations- und Kommunikationstechnologien sind darüber hinaus aber auch Enabler für die Steuerung und Entwicklung von Organisationen: Sie helfen, Prozesse ganzheitlich und übersichtlich zu erfassen, Dokumentationen intern und extern zu steuern sowie auf Basis transparenter Kennzahlen gezielt und flexibel auf den Organisationsaufbau und -ablauf Einfluss zu nehmen.

Viele der zu diesem Zwecke eingesetzten IT-Instrumente sind bereits „commodity“, d.h. ihr Einsatz gehört eher zum Pflichtprogramm der Krankenkassen, als dass sie dadurch Wettbewerbsvorteile erzielen könnten. Diese werden erst möglich, wenn die Potenziale der Digitalisierung aus einer ganzheitlichen Perspektive genutzt werden. Auch hier wird moderne IT zum Enabler: mit Enterprise-Architecture-Management (EAM) Werkzeugen lassen sich alle Ebenen der Unternehmensarchitektur – Strategie, Geschäftsarchitektur, Anwendungen und IT- und Systemarchitektur – darstellen, miteinander verknüpfen und steuern!

Die Potenziale einer ganzheitlich digital erfassten Unternehmensarchitektur sind eine wesentliche Voraussetzung, um Unternehmen agiler auf die Risiken und Veränderungen im Markt einzustellen. Im Vergleich weisen klassische, salopp ausgedrückt, „nur gemalte“ Prozess-Darstellungen deutlich eingeschränkte Steuerungspotenziale auf. Doch kann jede Krankenkasse eine exzellent digitalisierte Prozessorganisation werden? Die Antwort ist kurz und klar: Ja! Wichtig ist dabei, zunächst den Reifegrad der Organisation zu berücksichtigen, um eine optimale Strategie zur Implementierung einer prozessorientierten Organisationskultur zu entwickeln. Bereits ein Quick-Check ermöglicht, den Reifegrad differenziert zu beurteilen und für die jeweilige Organisation angemessene Implementierungs- und Optimierungsstrategien zu entwickeln.

Sie möchten mehr über den Einsatz fortschrittlicher IT-Systeme zur Etablierung von modernen Prozessorganisationen wissen? Kontaktieren Sie uns und wir stehen Ihnen gerne Rede und Antwort. Sie erreichen uns per Mail unter: info@icraft.de

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